GESCHICHTE DES SERAPHISCHEN LIEBEWERKES E.V. IN KOBLENZ  
 
Am Anfang steht der Name des Kapuzinerpaters Cyprian Fröhlich. Er war 1889 Direktor des (weltlichen) Dritten Franziskanischen Ordens, in dem seit geraumer Zeit die Frage diskutiert wurde, wie dieser sich „an der Lösung der so brennenden sozialen ...
 
DAS WERK BEKOMMT EINE FORM  
  In verschiedener Gestalt trat das Elend der Kinder Hilfe suchend vor den neuen Kinderfreund und „seine“ Drittordensgemeinde. Es wurde nicht lange gefragt und diskutiert, man tat etwas. Und je mehr man half, um so reichlicher flossen die Spenden und Gaben.
Weder P. Cyprian noch das Kapuzinerkloster im heute zu Koblenz gehörenden Ehrenbreitstein konnten die Verwaltung der Gelder übernehmen. ...
 
EINE IDEE ERHÄLT SEGEN UND ANERKENNUNG  
 
 
Zudem erhielt das SLW die Anerkennung des Trierer
Diösesanbischofs Dr. Michael Felix Korum, der seine „bischöfliche Approbation und Segen“ erteilte.
 
Der Provinzial der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz (heute vereinigt zu Kapuziner Deutschlands) zeigte sich sehr erf...
 
DAS ERSTE KINDERHEIM UND EINE NEUE ABTEILUNG DES SLW  
  Bereits 1893 wird P. Cyprian nach Altötting in Bayern zurück gerufen; die soziale Frage ist die gleiche. Mit Hilfe eines örtliche Pfarrers und finanzieller Unterstützung aus Ehrenbreitstein kauft man ein Haus, um ein „Armkinderheim“ zu gründen und nennt es „St.-Franziskus-Haus“ in Neuötting.
 
Die Kapuziner teilen daraufhin das SLW in zwei Abteilungen.
Die norddeutsche Abteilung behält ih...
 
EXPANSION DER NÖRDLICHE ABTEILUNG UND ERSTE EINRICHTUNGEN  
  Pater Cyrillus Reinheimer ist die prägende Gestalt der nördlichen Abteilung seit 1893. Unter seiner Leitung reifte die  Idee, selbst die Erziehung zu übernehmen; 1894 wurde das SLW in einen „Erziehungsverein“ umgewandelt mit der Grundidee, „besonders durch Heranziehung von Pflegefamilien den Kinder die natürliche Elternliebe und Elternsorge in bestmöglicher Weise zu erse...
 
BEDROHUNG DES AUFTRAGS DURCH DIE NAZIONALSOZIALISTEN  
  „O diese Fragebögen. Es gibt nichts neugierigeres als so ein Ding. Nicht nur die Personalien der Eltern des Kindes werden verlangt. Es folgt ein Rattenschwanz von Fragen über Familienverhältnisse, über Vormundschaft, über geistige und körperliche Eigenschaften des Kindes und was sonst noch von Bedeutung ist.“ (Seraphischer Kinderfreund 1933, Nr.1)
Wurde hier scho...
 
NEUANFANG UND ETABLIERUNG  
  „Gott zum Gruß!“ – mit diesen Worten beginnt der Leitartikel des ersten Nachkriegs-Kinderfreundes durch Pater Ladislaus im Jahr 1950. „Das neue Jahr muss das Werbejahr für unser Rettungswerk werden…Es fehlen uns heute noch rd. 31.000 Mitglieder gegenüber dem Jahr 1939.“
 
Der Mitgliederverlust ist vor dem Hintergrund der Folgen des 2. Weltkrieges wie Tod und Vertreibung...
 
1950ER BIS 1980ER JAHRE  
  Aus den späten 1950er bis in die 1980 Jahre ist uns aus schriftlichen Quellen nicht viel über inhaltliche Gedanken zur Entwicklung des Werkes und seiner Einrichtungen bekannt, allerdings ist einiges an Bautätigkeit dokumentiert: 1953 entsteht das Spatzennest als Neubau eines Gruppenhauses mit Theaterraum.
 
Bis 1968 wird das Josefshaus  umgebaut und...
 
QUALITATIVE NEUAUSRICHTUNG  
 
In 1990 wurde die Einrichtung eines sog. „Haus für Kinder“ –heute „Kinderkrippe Kleine Strolche“- im Spatzennest eröffnet, die dem sich seinerzeit ergebenden Bedarf der Betreuung von Kindern allein Erziehender entgegen kam.
 
Das Lehrlingswohnheim Konradhaus konnte schon einige Jahre nicht mehr alleine durch die Arbeit des SLW getragen werden, uns so wurden z.B. Lehrl...
 
NEUE WEGE  
  2014 ist ein Jahr des Umbruchs und zugleich des Aufbruchs: Bruder Marinus Parzinger, Provinzialminister der Deutschen Kapuzinerprovinz und dadurch Präsident des SLW in Koblenz, hat mit dem neuen Vorstand die Aufgabe übernommen, die Geschäftsführung neu zu ordnen. Manfred Vogt wird Geschäftsführer und damit erster weltlicher Leiter des Hilfswerkes.
Der Zeitpunkt für dies...